Der Europäische Erdgasverbund
Die österreichische Erdgasversorgung ist fest in das europäische Verbundsystem integriert, das von der Nordsee bis zum Mittelmeer und vom Atlantik bis weit nach Osteuropa reicht. Siehe dazu die Karte der Leitungsnetze der Gas Transmission Europe GTE:
GRIDMAP.pdf (3,154.7 KB) .
Die Erdgasreserven der Welt sind geographisch völlig anders verteilt als die Ölvorräte. Während etwa drei Viertel aller Ölreserven in den OPEC-Staaten liegen, findet sich dort nur ein Drittel der Erdgasvorkommen. Allein Russland und die anderen GUS Nachfolgestaaten verfügen über etwa 40% der nachgewiesenen Erdgasreserven. Die Gebiete mit den wichtigen Gasvorkommen sind von den Verbrauchszentren meist weit entfernt. Der Transport erfolgt mittels Rohrleitungen an Land oder in verflüssigter Form über See.
Während das Erdgas über größere Entfernungen in den Rohrleitungen fließt, entsteht Reibung an den Rohrwänden und zwischen den Gasmolekülen. Der Druck fällt ab. Durch Verdichten des Erdgases wird der für den Transport notwendige Druck wieder aufgebaut. Aus diesem Grund gibt es entlang der Fernleitungen im Abstand von 100 bis 200 km Verdichterstationen.
Die Förder- und Importgesellschaften stellen große Erdgasmengen für den Wärmemarkt bereit. Daher müssen Einkaufs- wie auch Verkaufsseite ihre Aktivitäten und technischen Einrichtungen gezielt aufeinander abstimmen.
Die Gesellschaften verpflichten sich gegenüber den Produzenten, über einen längeren Zeitraum große Erdgasmengen abzunehmen. Sie müssen ihrerseits entsprechende Absatzmöglichkeiten für sich erschließen und dafür sorgen, dass das Erdgas auch bei Veränderung der Marktverhältnisse während der Vertragslaufzeit abgesetzt werden kann.
Die Gesellschaften gehen also im Rahmen ihrer Lieferverträge Abnahmeverpflichtungen ein. Diese sind Kalkulations-grundlage für den Produzenten, um die beträchtlichen Investitionen zu finanzieren und durchzuführen, die zur Erschließung der Lagerstätten und für die Errichtung der Transporteinrichtungen erforderlich sind.
Die Förder- und Importgesellschaften stellen die vereinbarten Erdgasmengen an festgelegten Übergabestellen bereit. Hierzu werden weit verzweigte Leitungssysteme betrieben.
Für den Ausgleich zwischen den fast kontinuierlichen Erdgasströmen vom Produzenten und dem meist saisonal bedingten, stark schwankenden Bedarf der Kunden müssen während des Sommers große Mengen Erdgas in unterirdischen Speichern gelagert werden. Im Winter, also in Zeiten großen Bedarfs, werden diese Mengen wieder aus den Speichern entnommen.
Der grenzüberschreitende Erdgasverbund ist mit den nationalen Leitungsnetzen kontinentaleuropäischer Länder vielfach verknüpft. Er ist Ausdruck der engen gaswirtschaftlichen Zusammenarbeit in Westeuropa, die der Versorgungssicherheit und der wirtschaftlichen Optimierung der Gasströme dient.
Die österreichische Erdgasversorgung ist fest in das europäische Verbundsystem integriert, das von der Nordsee bis zum Mittelmeer und vom Atlantik bis weit nach Osteuropa reicht. Siehe dazu die Karte der Leitungsnetze der Gas Transmission Europe GTE:
GRIDMAP.pdf (3,154.7 KB) .Die Erdgasreserven der Welt sind geographisch völlig anders verteilt als die Ölvorräte. Während etwa drei Viertel aller Ölreserven in den OPEC-Staaten liegen, findet sich dort nur ein Drittel der Erdgasvorkommen. Allein Russland und die anderen GUS Nachfolgestaaten verfügen über etwa 40% der nachgewiesenen Erdgasreserven. Die Gebiete mit den wichtigen Gasvorkommen sind von den Verbrauchszentren meist weit entfernt. Der Transport erfolgt mittels Rohrleitungen an Land oder in verflüssigter Form über See.
Während das Erdgas über größere Entfernungen in den Rohrleitungen fließt, entsteht Reibung an den Rohrwänden und zwischen den Gasmolekülen. Der Druck fällt ab. Durch Verdichten des Erdgases wird der für den Transport notwendige Druck wieder aufgebaut. Aus diesem Grund gibt es entlang der Fernleitungen im Abstand von 100 bis 200 km Verdichterstationen.
Die Förder- und Importgesellschaften stellen große Erdgasmengen für den Wärmemarkt bereit. Daher müssen Einkaufs- wie auch Verkaufsseite ihre Aktivitäten und technischen Einrichtungen gezielt aufeinander abstimmen.
Die Gesellschaften verpflichten sich gegenüber den Produzenten, über einen längeren Zeitraum große Erdgasmengen abzunehmen. Sie müssen ihrerseits entsprechende Absatzmöglichkeiten für sich erschließen und dafür sorgen, dass das Erdgas auch bei Veränderung der Marktverhältnisse während der Vertragslaufzeit abgesetzt werden kann.
Die Gesellschaften gehen also im Rahmen ihrer Lieferverträge Abnahmeverpflichtungen ein. Diese sind Kalkulations-grundlage für den Produzenten, um die beträchtlichen Investitionen zu finanzieren und durchzuführen, die zur Erschließung der Lagerstätten und für die Errichtung der Transporteinrichtungen erforderlich sind.
Die Förder- und Importgesellschaften stellen die vereinbarten Erdgasmengen an festgelegten Übergabestellen bereit. Hierzu werden weit verzweigte Leitungssysteme betrieben.
Für den Ausgleich zwischen den fast kontinuierlichen Erdgasströmen vom Produzenten und dem meist saisonal bedingten, stark schwankenden Bedarf der Kunden müssen während des Sommers große Mengen Erdgas in unterirdischen Speichern gelagert werden. Im Winter, also in Zeiten großen Bedarfs, werden diese Mengen wieder aus den Speichern entnommen.
Der grenzüberschreitende Erdgasverbund ist mit den nationalen Leitungsnetzen kontinentaleuropäischer Länder vielfach verknüpft. Er ist Ausdruck der engen gaswirtschaftlichen Zusammenarbeit in Westeuropa, die der Versorgungssicherheit und der wirtschaftlichen Optimierung der Gasströme dient.
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